Schnelleinstieg
Die richtige Wohngemeinschaft finden
Wie so oft gilt: eine gute Vorbereitung ist das A und O.
Vor der Suche nach einer bestehenden WG sollten Sie sich darüber klar werden, welche Wünsche, Bedarfe und Vorstellungen mit Ihnen einziehen.
Wo soll der Wohnort liegen? Welche Unterstützungsleistungen benötigen Sie? Wie stark können Sie in die Organisation von Alltag und Leistungen involviert sein? Worauf legen Sie bei Ihren Mitbewohner*innen Wert? Das sind nur einige Beispiele. Bei manchen Aspekten sind Sie vielleicht flexibel, bei anderen nicht. Umgekehrt eignet sich das Reflektieren ebenso für bestehende Wohngemeinschaften in Vorbereitung auf die Suche passender Nachmieter*innen.
Neben den Wohnwünschen hat vor allem der tatsächliche Unterstützungsbedarf maßgeblich Einfluss auf die Wahl des Wohnorts und Dienstleisters, die baulichen Anforderungen, und das weitere Zusammenleben. Deswegen empfiehlt es sich, den Unterstützungsbedarf für die neue Wohnsituation mit Sorgfalt zu evaluieren.
Kurzanleitung Einzug in die WG
Der Auftrag der KIWA ist die landesweite Beratung zu innovativen Wohnformen in Schleswig-Holstein. Da wir als Koordinierungsstelle für das gesamte Bundesland zuständig sind, können wir jedoch leider keine individuelle Einzelfallberatung bei der konkreten Platzsuche anbieten.
Für Ihr persönliches Anliegen gibt es spezialisierte Beratungsstellen vor Ort, die Sie bei der Suche engmaschig unterstützen können. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Ansprechpartner*innen für Sie zusammengefasst:
Pflegestützpunkte und Eingliederungshilfe
Wenn es um Ihren aktuellen Pflege- oder Assistenzbedarf geht, sind die regionalen Pflegestützpunkte sowie die Träger der Eingliederungshilfe die richtigen Anlaufstellen. In einer persönlichen Beratung können Sie dort detailliert klären:
- Welche Wohnform am besten zu Ihrem individuellen Bedarf passt.
- Welche finanziellen und pflegerischen Leistungen Ihnen zustehen.
- Welche weiteren Unterstützungsangebote in Ihrer Region bestehen.
In jedem Kreis und in den kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein finden Sie einen zuständigen Pflegestützpunkt.
Hier finden sie eine Übersicht der Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein.
Mit der digitalen Wohnkarte der KIWA verschaffen Sie sich einfach und bequem einen Überblick über das Angebot an gemeinschaftlichen Wohnformen für Menschen mit Pflege- und Assistenzbedarf. Sie können dort gezielt nach freien Plätzen filtern und im besten Fall direkt ein passendes Angebot finden.
Gut vorbereitet in die WG-Suche starten Bevor Sie sich auf die Suche nach einer bestehenden Wohngemeinschaft machen, sollten Sie sich darüber klar werden, welche Wünsche, Bedarfe und Vorstellungen „mit Ihnen einziehen“.
Leitfragen können dabei helfen:
- Wo genau soll der Wohnort liegen?
- Welche Unterstützungsleistungen benötigen Sie?
- Wie stark können und möchten Sie sich in die Organisation des Alltags und der Pflegeleistungen einbringen?
- Worauf legen Sie bei Ihren Mitbewohner*innen besonderen Wert?
Das sind nur einige Beispiele. Bei manchen Aspekten sind Sie vielleicht flexibel, bei anderen gibt es klare Grenzen. Diese Reflexion eignet sich umgekehrt übrigens genauso gut für bestehende Wohngemeinschaften, die sich auf die Suche nach passenden Nachmieter*innen vorbereiten.
Tipp: In unserem Download-Bereich finden Sie einen Leitfaden mit Fragen für WG-Interessierte. Dieser dient Ihnen als wertvolle Orientierungshilfe für die weitere Suche und für anstehende Kennenlerngespräche.
Leben in der Wohngemeinschaft: Wir begleiten Sie im Alltag
Sie haben die passende Wohngemeinschaft gefunden, sind vielleicht sogar schon eingezogen, aber es tauchen im Alltag noch Fragen auf?
Auch nach dem Einzug ist die KIWA für Sie da. Bei allen Anliegen rund um das Zusammenleben in einer bestehenden Wohngemeinschaft, die sich nicht direkt vor Ort klären lassen, beraten wir Sie gerne. Wir unterstützen Sie auch aktiv dabei, die Qualität und Zufriedenheit in der WG langfristig hochzuhalten.
Nehmen Sie hier Kontakt zu uns auf
Ein Tipp für ein gutes Miteinander: Planen Sie im WG-Alltag bewusst und regelmäßig Zeit für Reflexion und Austausch ein. Ein offener Dialog – gemeinsam mit Mitbewohnerinnen, Angehörigen, rechtlichen Betreuerinnen sowie den ambulanten Dienstleistern – ist der Schlüssel für ein harmonisches Zusammenleben.
Weitere Unterstützung in Schleswig-Holstein Darüber hinaus gibt es in Schleswig-Holstein ein breites Netz an weiteren Beratungsangeboten und Adressen für verschiedenste Themen, die in einer WG mit ambulanten Assistenzleistungen relevant werden können. Einen übersichtlichen Leitfaden weiterer einschlägiger Akteur*innen haben wir für Sie zusammengestellt.